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Kursbereiche / Altenhilfe / Angebote für Führungskräfte (EL, PDL, WBL)

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Die Kritik am Pflege-TÜV ist seit den ersten Prüfungen lautstark zu vernehmen: Die Möglichkeit der Kompensation von schwerwiegenden Pflegemängeln durch strukturelle "Fleißarbeiten", die allenfalls mangelhafte Würdigung der Ergebnisqualität und ein verzerrender Notenspiegel mit "traumhaften" Durchschnittsnoten führten rasch dazu, dass auch in der öffentlichen Wahrnehmung die Ergebnisberichte der jährlichen Qualitätsprüfungen, zumindest seitens der in der Altenhilfe tätigen Personen, kaum noch ernstgenommen wurden.
Die Ablösung der bisherigen Prüfpraxis steht unweigerlich bevor - das "Indikatorenmodell" soll bereits ab dem Jahr 2019 die Grundlage für die Überprüfung der Dienstleistungen in Pflege und Betreuung darstellen.
Im Rahmen des Seminars machen wir Sie mit den neuen Vorgaben und Instrumenten vertraut, so dass Sie zukünftigen Qualitätsprüfungen gelassen entgegensehen können.

Inhaltliche Beschreibung:
- Die neuen QPR und das neue Prüfsystem Entwicklung und Grundlagen
- Die Neustrukturierung der Qualitätsbereiche
- Qualitätsindikatoren (Ergebnisindikatoren, Prozessindikatoren), die fünf Bewertungskategorien, dreistufige externe Qualitätsdarstellung
- Ablaufprüfverfahren
- Veränderung in der Stichprobenziehung
- Bedeutung der Dokumentation in der Qualitätsprüfung
- Wie meistern Sie die internen und externen Prüfungen erfolgreich?
- Ergebnisdarstellung

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen lernen im Seminar das Indikatorenmodell kennen und werden in der Anwendung geschult. Ängste und Unsicherheiten bzgl. der anstehenden Veränderungen im Prüfprozedere werden somit praxisnah aufgelöst.

Anmeldung möglich 19AL1-1106: Macht Führung einsam? Gerade noch Kolleg*in - jetzt Führungskraft

Di. 01.10.2019 (09:00 - 16:00 Uhr) - Mi. 02.10.2019

Mit dem Aufstieg zur Führungskraft gehen häufig erhebliche Veränderungen einher; es verändern sich nicht nur die Aufgabenstellungen sondern auch die komplette berufliche Rolle, die Position im Unternehmen sowie die Position den bisherigen Kolleg*innen gegenüber. Es ist nicht immer leicht, Mitarbeiter*innen, mit denen man bisher kollegial zusammengearbeitet hat, Aufgaben zuzuweisen, gegebenenfalls die Distanz zu verändern oder ihnen gegenüber sogar arbeitsrechtlich handeln zu müssen. Mit der Führungsaufgabe ist auch eine veränderte Sicht auf das Unternehmen, die Mitarbeitenden sowie Kunden gegenüber verbunden.


Inhaltliche Beschreibung:
- Orientierung in der neuen Rolle
- Führungsstile
- eigenen Führungsstil entwickeln
- Selbstverständnis & Haltung als Führungskraft
- Stressbewältigung
- Wertschätzende und partizipative Führung
- Wertschätzende Kommunikation
- Persönliche Präsentation - Außenwirkung

Ziele der Fortbildung:
Dieses Seminar soll Ihnen Orientierung und Sicherheit geben und Sie in Ihrer Rolle als neue Führungskraft stärken - praxisorientiert, konkret, handlungsorientiert.

Methoden:
Thematischer Input, Erfahrungsaustausch, zahlreiche praktische Übungen und Fallbeispiele

In dem Seminar "Wie man in den Wald hineinruft" (Kommunikation I) haben Sie Ihre kommunikativen Fähigkeiten mit dem Schwerpunkt der wertschätzenden Kommunikation trainiert. Jetzt geht es weiter:
Im Führungsalltag gibt es immer wieder herausfordernde Situationen mit Mitarbeiter*innen, die gemeistert werden wollen, bestenfalls natürlich gewinnbringend und konstruktiv! Denn: Durch die Art und Weise des Umgangs der Führungskraft mit Konflikten kann eine neue (Gesprächs-)Kultur im Unternehmen entstehen!

Inhaltliche Beschreibung:
Wie kann auch ein schwieriges Gespräch konstruktiv und positiv für die Beteiligten verlaufen? Wie können Schuldzuweisungen und Schuldgefühle vermieden werden, um Raum für das dahinter liegende Potential zu haben? Wie können Konflikte eventuell im Vorfeld vermieden werden?

Ziele der Fortbildung:
- Ursachen und Symptome für Konflikte erkennen
- Entstehende Konflikte erkennen und lösen
- Stärkung der eigenen Konfliktfähigkeit
- Konfliktbewältigungsstrategien
- Deeskalierende Führung
- Jahresgespräche
- Herausfordernde Gespräche

Methoden:
Gezielte Übungen zur konstruktiven Gesprächsführung

Achtung: Dieser Kurs richtet sich nur an Teilnehmer*innen aus dem Seminar: Wie man in den Wald hineinruft ... (19AL1-1107)

Die Schulung soll Ihnen bei der geplanten Einführung von jährlichen Gesprächen mit Ihren Mitarbeiter*innen Sicherheit für diese Führungsaufgabe verschaffen. Häufig erleben Führungskräfte in mittleren Führungspositionen ihre Aufgabe nämlich als ein unangenehmes "Zwischen-den-Stühlen-Sitzen".
Es geht aber in diesen Positionen eher um eine "Scharnierfunktion", bei der Sie die Pläne und Ziele der Geschäftsführung/Abteilungsleitung mit dem, was die Mitarbeitenden täglich tun und denken, verbinden müssen. Das ist komplex und herausfordernd, denn die "Sandwich-Führungskraft" muss oft mit widersprüchlichen Anforderungen umgehen. Voraussetzung für erfolgreiches Führen - und das mit Freude - ist es, die eigene Position gut zu definieren: Wie viel Nähe lasse ich zu? Wie viel eigenständiges Handeln gegenüber Vorgesetzten ist angemessen? Wie gehe ich mit Druck oder enttäuschten Erwartungen um?

Inhaltliche Beschreibung:
- Grundlagen und Prinzipien: systemisches Denken und Handeln
- Fünf Dimensionen von Führung: Aufgaben, Beziehungen, Mitarbeiter*innen, Prozesse/Strukturen und Kultur entwickeln
- Die eigene Rolle: Erwartungen explorieren und Positionen definieren
- Haltung: Wertschätzung und Ressourcenorientierung
- Sich selbst führen: Möglichkeiten und Grenzen im Sandwich (an-)erkennen
- Professionelles Feedback: Basis von Führung
- Praxis: Kommunikation in typischen Sandwich-Situationen, Mitarbeitergespräche führen
- Teams führen: Muster und Regeln erkennen und beeinflussen, Konflikte managen, Ziele vereinbaren, Aufgaben delegieren

Ziele der Fortbildung:
Sie definieren Ihre Rolle zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten und stärken dadurch Ihre persönliche Sicherheit.
Sie erhalten Anregungen, wie Sie mit den Besonderheiten der Sandwich-Position umgehen und Ihre Führungs- und Vermittlungskompetenzen ausbauen können.
Sie erproben Instrumente und Strategien für die Praxis: typische Gespräche, kontinuierliche Mitar-beiterführung, Regeln und Kultur erkennen und beeinflussen.

Methoden:
Erfahrungs- und handlungsorientierte Übungen stehen im Zentrum der Fortbildung. Theoretische Inputs liefern den notwendigen Hintergrund, ergänzt durch Reflexion des eigenen Handelns und Erfahrungsaustausch.

Grundzüge des Betriebsverfassungsgesetzes zu kennen ist unerlässlich für jede Führungskraft; Wissen und Kompetenzen zum Thema sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Leitungsarbeit und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den Gremien.
Die praxisbezogene Darstellung des Themas durch einen ausgewiesenen Experten hilft Ihnen, innerbetriebliche Schwierigkeiten, langwierige Arbeitsgerichtsprozesse und teure Einigungsstellenverfahren zu vermeiden.

Diversity wird in Unternehmen derzeit viel diskutiert. Der Begriff bedeutet zunächst "Vielfalt" und betrifft jeden Menschen. Jeder Mensch ist vielfältig, denn wir alle tragen unterschiedliche Facetten in uns und sind dadurch einzigartig. Je nach Situation definieren wir uns über verschiedene Rollen und Identitäten. Wird diese Einzigartigkeit von Vorgesetzten und Kolleg*innen nicht gesehen, gehen wesentliche Stärken und Kompetenzen im beruflichen Kontext verloren. Wird Einzigartigkeit hingegen wertgeschätzt, kann dies die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft jedes/jeder Einzelnen steigern.
Die Vielfältigkeit von Teams und Arbeitsgruppen hängt von ihrer Zusammensetzung ab: Sie können z.B. "nicht vielfältig", "in einigen Aspekten vielfältig" oder auch "sehr vielfältig" sein. Dies kann sich je nach Aufgabe und Dauer der Zusammenarbeit positiv wie negativ auf die Arbeitsleistung der Gruppe auswirken.
Aus der Perspektive einer Organisation lassen sich Personen aufgrund von ähnlichen Rollen und Eigenschaften zu bestimmten Gruppen zusammenfassen, von denen einige möglicherweise dominieren, andere eher unbemerkt bleiben. Je besser es eine Organisation schafft, dass alle Gruppen gleichermaßen (an-)erkannt sind und gleiche Chancen haben, desto mehr setzen sich diese auch für ihre Organisation und deren Ziele ein, desto höher ist die Motivation.

Inhaltliche Beschreibung:
In diesem Seminar widmen Sie sich folgenden Fragen:
- Was genau verbirgt sich hinter den Begriffen "Diversity" und dem viel diskutierten "Diversity Management"?
- Was hat Diversity mit Ihnen (als Führungskraft) zu tun?
- Weshalb ist Diversity ein relevantes Thema für alle Organisationen und speziell für Einrichtungen und Dienste der AWO?

Ziele der Fortbildung:
Sind diese Fragen beantwortet, erkennen Sie Diversity als zentrales und erfolgskritisches Element für Ihre Einrichtung/Ihr Unternehmen. Sie lernen Strategien kennen, um Diversity in Ihren Führungsalltag zu integrieren.

Methoden:
Input, Austausch in Kleingruppen, Diskussionen, Übungen, Erfahrungsaustausch und Reflexion

Deutschland als Einwanderungsland und der demografische Wandel bringen es mit sich, dass zunehmend auch Menschen mit Migrationshintergrund Unterstützung benötigen und die Dienste der Altenhilfe in Anspruch nehmen. Interkulturelle Kompetenz zählt daher mittlerweile zu den Schlüsselqualifikationen für alle Beschäftigten in der Pflege, das heißt für Fachkräfte und Hilfskräfte, für das Küchenpersonal ebenso wie die Pflegedienstleitung.
Ganz gleich, ob bei der Integration von Mitarbeiter*innen mit Migrationshintergrund oder bei der Kommunikation mit Pflegebedürftigen aus anderen Kulturkreisen - die Beschäftigten müssen lernen, wie man gut mit dem "Anderen" umgeht.
Die Fortbildung vermittelt neben theoretischem Wissen zu den Zusammenhängen von Gesundheit, Krankheit, Pflege und Kultur auch die Fähigkeit, Fremden und Neuem offen und interessiert gegenüber zu treten, die Kulturbezogenheit der eigenen Pflegekonzepte kritisch zu reflektieren und eigene Positionen zu verändern, um verantwortlich handeln zu können.

Inhaltliche Beschreibung:
- Auseinandersetzung: fremde Kultur - eigene Kultur
- Sensibilisierung und Wahrnehmung
- Vorurteile und Stereotypen
- Kulturdimensionen
- Fähigkeit, Andersartigkeit auszuhalten
- Strategien der Konfliktlösung
- Kommunikation im interkulturellen Kontext / aktives Zuhören

Ziele der Fortbildung:
Durch erlebnisreiche und interkulturell geprägte Übungen werden Empathiefähigkeit, Reflexionsvermögen sowie Fähigkeit zum Perspektivwechsel trainiert. Ziel ist es, angemessen und effektiv mit Personen anderer Kulturen umgehen zu können.
Zudem befassen wir uns mit den häufigsten interkulturellen Missverständnissen und arbeiten an effektiven Kommunikationstechniken und Wegen des Beziehungsaufbaus.

"Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd."
Christa Wolf, "Kindheitsmuster"

Die Anforderungen und Veränderungen des Alterungsprozesses können traumatische Lebensereignisse erstmalig oder in erneuter Form ins Bewusstsein der Betroffenen treten lassen. Als Folge zeigen sich häufig für Außenstehende unverständliche Verhaltensweisen, die so gar nicht in das gewohnte Bild des mehr oder minder vertrauten Menschen zu passen scheinen.

Die Biographien älterer Generationen sind vielfach geprägt durch direkte und indirekte Kriegserlebnisse (Fronterlebnisse, Gefangenschaft, Bombennächte, Flucht und Vertreibung), aber auch durch NS-Verfolgung. Nicht zu unterschätzen sind ebenso die Kindheitserfahrungen aus Kriegs- und Nachkriegszeiten mit ihren bleibenden Auswirkungen und die Erfahrungen von häuslicher und sexualisierter Gewalt bei Frauen.

Inhaltliche Beschreibung:
Spezielles Wissen aus Gerontologie, Geschichte und Gedächtnisforschung kann private und professionelle Helfer*innen bei einem adäquaten Umgang mit alten traumatisierten Menschen unterstützen.

Darüber hinaus informieren wir auch zu Fragestellungen hinsichtlich der speziellen Auswirkungen traumatischer Erlebnisse für Menschen mit einer Demenzerkrankung und geben ebenfalls praxisrelevante Tipps für den Umgang mit den Betroffenen.

Professionelle Helfer*innen stehen häufig auch in Kontakt mit den Angehörigen, insbesondere den Töchtern und Söhnen traumatisierter alter Menschen. Der Aspekt der transgenerationalen Traumatisierung kann dabei immer wieder zum Tragen kommen. Mit der Vermittlung entsprechenden Hintergrundwissens und einer sensiblen Reflektion eigener biographischer Prägungen wollen wir professionelle Kompetenzen stärken.

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen
- lernen typische traumatische Erfahrungen der heutigen älteren Generation und Auswirkungen von Traumata auf die Betroffenenen und deren Angehörigen kennen,
- entwickeln eine verständnisvolle Grundhaltung gegenüber den Betroffenen und deren Angehörigen,
- kennen mögliche Trigger und wissen diese adäquat zu berücksichtigen,
- können sinnvolle Handlungsstrategien im Arbeitsalltag umsetzen.

Konflikte und zwischenmenschliche Spannungen gehören immer wieder zum beruflichen Alltag. Sie wirken sich negativ auf das gesamte Team aus und können die Arbeitsatmosphäre vergiften. Im schlimmsten Fall werden Informationen nicht weitergegeben und Mitarbeiter*innen blockieren sich gegenseitig, so dass eine effiziente Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.
Als Führungskraft können Sie mittels geeigneter Mediations-Techniken positiven Einfluss auf Konfliktsituationen nehmen, Ihre Mitarbeiter*innen coachen und so zur gelungenen Konfliktlösung beitragen.

Inhaltliche Beschreibung:
- Konfliktursachen erkennen
- Eigenes Konfliktverhalten
- Konflikttypen
- Sinn und Nutzen von Mediation und Konfliktmanagement
- Konfliktmanagement: vorbeugend und deeskalierend handeln
- Gute Kommunikation
- Methoden der Konfliktlösung

Ziele der Fortbildung:
In diesem Seminar lernen Sie ein ganzheitliches Konfliktmodell sowie bewährte Methoden der Mediation kennen. Damit helfen Sie den Beteiligten, Kontakt und Vertrauen wiederherzustellen und Konflikte nachhaltig zu lösen. Sie vertiefen zugleich Ihre Kompetenz im Umgang mit eigenen Konflikten.

Methoden:
Neben Ideen und Anregungen mit vielen Praxisbeispielen stehen die Arbeit in Kleingruppen, die Simulation von Gesprächssituationen und die Reflektion des eigenen Handelns im Vordergrund. Der Austausch untereinander bietet Spielraum, um für die Zukunft voneinander zu profitieren.



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