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Kursbereiche / Altenhilfe / Pflege / Versorgung
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Im Rahmen des Hospiz- und Palliativgesetzes (12/2015) wird gefordert, dass für Menschen, die in stationären Altenpflegeeinrichtungen und in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben, eine Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase erstellt wird. Diese wird auch als ACP bezeichnet = Advance Care Planning. Inhalte dieser Planung gilt es dann in den fortlaufenden Pflege-, Betreuungs- und Behandlungsprozess einzupflegen, entsprechende Festlegungen zu beachten. Die hier schriftlich fixierten Entscheidungen zur gewünschten Art und zum Umfang von Behandlungsmaßnahmen, ferner auch von Pflege- und Betreuungsmaßnahmen sowie von Handlungen im Bereich der Spiritualität und Religiosität müssen nach Veränderung der Lebens- und Krankheitssituation immer wieder neu geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Inhaltliche Beschreibung:
- Die ACP: Entstehung, Definition, Merkmale
- Regelungsbereiche
- Integration und Beachtung der Entscheidungen
- Handeln im Notfallmanagement
- Praxisbeispiele

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen
- kennen die Grundlagen der ACP/Versorgungsplanung und deren Bedeutung
- kennen die Bereiche, die geregelt werden können
- wissen, wie sie mit entsprechenden schriftlich formulierten Entscheidungen umgehen und diese im Pflegeprozess beachten müssen
- wissen, wie sie bei einer akut auftretenden Notfallsituation vorgehen müssen
- prüfen in Fallbeispielen die Vor- und Nachteile bestimmter Handlungen.

Pflegegradmanagement bedeutet, die Organisation und Sicherstellung der fachgerechten Pflegegrade für alle Leistungsbeziehenden in stationären Einrichtungen und in der ambulanten Versorgung. Allen Beteiligten muss bewusst sein, welche unterschiedlichen Auswirkungen ein nicht funktionierendes Pflegegradmanagement auf die Organisation und die Leistungsbeziehenden haben. Die neuen Begrifflichkeiten bergen dabei die Gefahr von Fehleinschätzungen und Fehlinterpretationen.

Inhaltliche Beschreibung:
Die Fortbildung stellt die Begutachtungsrichtlinien und das neue Begutachtungsinstrument vor und thematisiert die Vorbereitung und Durchführung der Begutachtung (Pflegegradmanagement). Die Einbindung in die Pflegeprozessgestaltung und die Verknüpfung zwischen der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation und den Begutachtungsmodulen werden ebenso thematisiert.

Themenschwerpunkte:
- Grundlagen zum Pflegeversicherungsgesetz SGB XI und den Begutachtungsrichtlinien (BRi 2017)
- Das neue Begutachtungsverfahren und Instrumenten
- Pflegegradmanagement
- Vorbereitung für die Begutachtung
- Begleitung während der Begutachtung
- Kommunikation mit dem Gutachter - Verhandlungen - Kommunikation
- "Die Macht des ersten Eindruckes"
- Begutachtungsauswertung
- Widerspruchverfahren
- Die Einbindung der Begutachtungsrichtlinie in den Pflegeprozess

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen kennen das Begutachtungsverfahren und die gesetzlichen Grundlagen.
Sie sind in der Lage, ein vorhandenes Höhergraduierungsspotenzial der Patient*innen / Bewohner*innen zu erkennen und eine Begutachtung Erfolg bringend umzusetzen.

Methoden:
Fachlicher Input, Arbeit am Fallbeispiel. Zur Vertiefung des erlangten Wissens gibt es Aufgaben, die in Kleingruppen diskutiert und beantwortet werden sollen.

Die veränderte Bewohnerstruktur in der stationären Altenpflege macht es erforderlich, sich zunehmend mit zwei Herausforderungen auseinanderzusetzen: dem Umgang mit Sterben und der Betreuung demenziell Erkrankter.

Inhaltliche Beschreibung:
Aus der Betreuung demenziell Erkrankter ergibt sich vordergründig ein Kommunikationsproblem, da der Zugang durch Sprache eingeschränkt ist. Den Begleiter*innen fällt es somit häufig schwer, die Wünsche und Bedürfnisse im Rahmen der Sterbebegleitung demenziell erkrankter Bewohner*innen zu erkennen. Zu einer angemessenen Versorgung im letzten Lebensabschnitt gehört unabdingbar ein Basiswissen über palliative Versorgung und Schmerzerkennung bei demenziell veränderten Menschen. Diese Fortbildung sensibilisiert für die Welt demenziell Erkrankter und berücksichtigt Aspekte der biographischen Pflege, der Angehörigenarbeit und einzelne Ansätze aus der palliativen Intervention. Insbesondere geht es auch um die Fragestellung, wie Menschen mit Demenz sich mit dem Sterben auseinandersetzen und wie Pflegende damit umgehen können.

Ziele der Fortbildung:
Diese Fortbildung sensibilisiert für die Lebenssituation demenziell veränderter Menschen in der letzten Lebensphase. Die Teilnehmer*innen kennen die Schwerpunkte einer palliativen Versorgung und können jene auf diese Personengruppe übertragen.

Die Biographiearbeit ist eine wichtige Säule in der Pflege und Betreuung von alten Menschen; dies gilt insbesondere bei Menschen mit Demenz. Dabei kann nicht das blinde Sammeln von biographischen Informationen im Vordergrund stehen, entscheidend sind vielmehr eine empathische Haltung und die sinnvolle bewohnerorientierte Herangehensweise zur Verbesserung des Wohlbefindens der Betroffenen.

Inhaltliche Beschreibung:
- Das Modell des Personzentrierten Ansatzes nach Tom Kitwood
- Welche Daten stützen die Persönlichkeit des Betroffenen?
- Integration des Modells nach Kitwood in die tägliche Arbeit
- Erstellung und Einsatz eines Genogramms im Rahmen der biographischen Arbeit

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen sind in der Lage,
- den Sinn von Biographiearbeit zu benennen
- pflege- und betreuungsrelevante Biographien zu erstellen
- das Modell von Tom Kitwood auf die Biographiearbeit anzuwenden
- Genogramme zu erstellen.

Methoden:
Neben theoretischen Grundlagen sind praxisbezogene Übungen integrierter Bestandteil der Fortbildung.

"Lass dir helfen", sagte der Affe und setzte den Fisch sicher auf einen Baum.

In vielen Gesprächen in Pflege und Betreuung ist unsere Beratungs- und Problembearbeitungskompetenz gefordert. Wir möchten Bewohner*innen, Angehörigen, aber auch Kolleg*innen dabei helfen, Lösungen zu finden, die für die betroffene Person wirklich passen. Und dabei muss ein gut gemeinter Ratschlag für den Anderen noch lange nicht hilfreich und passend sein.
In diesem Seminar geht es darum zu lernen, wie professionelles Beraten und Problemlösen in Gesprächen gelingen können. Damit können wir auch in schwierigen Gesprächssituationen wie Konflikten mit dem/der Gesprächspartner*in in gutem Kontakt bleiben und zu einem tragfähigen Ergebnis kommen.

Inhaltliche Beschreibung:
- Kommunikation und Wahrnehmung
- "Beraten" und "Ratschläge geben" - Wo liegen die Unterschiede?
- Wie kann ich eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre aufbauen?
- Umgang mit der eigenen Ratlosigkeit in schwierigen Gesprächssituationen
- Umgang mit Abwehrverhalten des/der Gesprächspartner*in
- Typische "Konfliktfallen" erkennen und gegensteuern
- Möglichkeiten zur Deeskalation im Konflikt
- Mittel zur zielorientierten Gesprächssteuerung

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen entwickeln die Fähigkeit,
- Beratungsgespräche informativ und gleichzeitig wertschätzend zu gestalten
- Sicherheit in schwierigen Gesprächssituationen zu behalten.

Die Überwachung, Verabreichung und Unterstützung bei der medikamentösen Versorgung stellen wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben der Pflegekräfte dar. Dazu gehört ein entsprechendes pharmakologisches Grundlagenwissen, um Risiken und Probleme in der medikamentösen Therapie erkennen und abwenden zu können.
Ferner steht das Medikamentenmanagement seit Jahren im Fokus von MDK-Prüfungen. Zudem fordern die beiden Expertenstandards zum Schmerzmanagement von den Pflegekräften Kompetenzen zur medikamentösen Schmerztherapie.

Inhaltliche Beschreibung:
- Allgemeine Grundlagen der Wirkweisen und Indikationen von Medikamenten
- Aufnahme, Verstoffwechselung, Transport und Abbau von Medikamenten
- Stoffklassen und Darreichungsformen
- Umgang mit Neben- und Wechselwirkungen
- Überwachung der medikamentösen Therapie
- Anwendungsbeispiele häufiger Medikamente (Herz-Kreislauf-Medikamente, Psychopharmaka, Schmerzmedikamente, Abführmittel)
- Medikamente und PEG
- Anforderungen des MDK an das Medikamentenmanagement

Ziele der Fortbildung:
Dieses Seminar soll das Grundlagenwissen auffrischen und erweitern und einen Überblick über wichtige Medikamente und deren Darreichungsformen geben und damit die pflegerische Handlungskompetenz im Umgang mit Medikamenten stärken.

Die Versorgung von Menschen mit Demenz in ambulanten und stationären Einrichtungen stellt eine zunehmende Anforderung an die Teams. Verschiedenen Organisationen und Fachgesellschaften (MDS, Alzheimer Gesellschaft, DGN etc.) geben zahlreiche Empfehlungen für die Versorgung und Pflege von Personen mit Demenz. Nun hat das DNQP einen Nationalen Expertenstandard zur Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt und im Herbst 2018 vorgestellt. Hierin wird eine person-zentrierte Versorgung (gemäß dem Ansatz von Tom Kitwood) der Betroffenen gefordert. Gemäß dieses Ansatzes müssen die Teams zukünftig ihre Pflege und Versorgung von Personen mit Demenz an einer sogenannten "Verstehenshypothese" anlehnen. Diese wird im Rahmen von Fallbesprechungen (z.B. modifizierte STI-Methode) entworfen.
Zudem erweitert der Nationale Expertenstandard das sogenannte "herausfordernde Verhalten" um den Begriff der "Bindungsuche". Da viele Personen mit Demenz voll sind mit Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit, erscheint die "Bindungsuche" weniger als pathologisches Verhalten, sondern vielmehr als subjektiv sinnvolles Verhalten der Betroffenen mit Demenz.
Inhalte, Ableitungen, Assessments und Philosophie des Expertenstandards sollen in diesem Seminar vorgestellt und angewendet werden.

Inhaltliche Beschreibung:
- Rolle und Bedeutung der Expertenstandards
- Vorstellung der Prozessebenen und entsprechende Ableitungen für die Praxis
- Entwicklung einer person-zentrierten Haltung im Team
- Entwicklung einer Verstehenshypothese
- Diverse Angebote zur Beziehungsgestaltung
- Evaluation der Angebote an den Wohlbefindensäußerungen der Betroffenen
- Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige

Ziele der Fortbildung:
- Die Teilnehmer*innen kennen die Inhalte des Expertenstandards "Pflege von Menschen mit Demenz" und wissen ihn in der täglichen Praxis anzuwenden.
- Sie sind in der Lage, erste Schritte zur Implementierung des Standards in ihren Einrichtungen vorzunehmen.
- Sie kennen Assessments, die zur Entwicklung einer Verstehenshypothese eingesetzt werden können.

Insbesondere in der Pflege von Menschen mit fortgeschrittener Demenz kommt es immer wieder vor, dass die Betroffenen die Körperpflege ablehnen und abwehren. Hieraus entsteht für die Mitarbeiter*innen, aber auch für den Betroffenen, eine sehr stressbelastete Situation.
Ein personenzentriertes Verständnis im Sinne des Ansatzes von Tom Kitwood kann helfen, diese Situationen zu entschärfen. Hierbei geht es um ein ganz eigenes Pflegeverständnis, nämlich eines aus der Perspektive der Betroffenen.
Das Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) fordert, Gewaltprävention in der Pflege nachzuweisen. Dazu gehört die "Körperpflege ohne Kampf bei Menschen mit Demenz". Hierbei gilt es, typische Bedingungen und Abläufe von "Kampfszenen" darzustellen, aber auch alternative Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eben diese täglichen Kämpfe vermieden werden können.

Inhaltliche Beschreibung:
- Gründe für die Entstehung von "Kämpfen" mit zu Pflegenden
- Mythen der Körperpflege
- Rahmenbedingungen für eine Körperpflege ohne Kampf
- Pflege als Beziehungspflege
- Typische Situationen
- Personenorientierte Lösungen
- MDK-sicher dokumentieren

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen reflektieren Gründe für die Entstehung von Kampf bei der Körperpflege und lernen - im Sinne einer Gewaltprävention - Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten kennen, um Kämpfe zu vermeiden und personenorientierte Lösungen zu finden.

Die Möglichkeiten der heutigen Schmerztherapie müssen im Rahmen der palliativen Versorgung auch Menschen in Altenhilfeeinrichtungen zugute kommen.

Inhaltliche Beschreibung:
Zu einer angemessenen Pflege alter Menschen in den Einrichtungen der Altenhilfe gehört unabdingbar ein Basiswissen über palliative Versorgung. Die Schmerzanamnese und Schmerztherapie stellen dabei neben einer gezielten pflegerischen Intervention hohe Anforderungen an das Team. Eine strukturierte Beobachtung und Dokumentation tragen unterstützend zu einer fundierten Schmerztherapie bei. Diese Fortbildung sensibilisiert für das differenzierte Schmerzerleben alter Menschen, stellt verschiedene Schmerzassessmentinstrumente vor und zeigt einzelne Ansätze aus der palliativen Intervention auf. Exemplarisch für ein Schmerzmanagement in der stationären Altenpflege wird das Schmerzmanagements der Seniorenzentren der Arbeiterwohlfahrt Westliches Westfalen e. V. vorgestellt.

Ziele der Fortbildung:
Diese Fortbildung sensibilisiert für das differenzierte Schmerzerleben alter Menschen. Die Teilnehmer*innen sind in der Lage, eine korrekte Schmerzeinschätzung vorzunehmen und aus den Ergebnissen die notwendigen Maßnahmen abzuleiten.

Palliative Care ist kein Expertenwissen, was nur den examinierten Fachkräften vorbehalten sein darf. Insbesondere nichtexaminierte Pflegekräfte leisten einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Palliativversorgung und Sterbebegleitung.

Inhaltliche Beschreibung:
- Sensibilisierung für eine palliative Haltung
- konkrete und praxisnahe Anwendungen pflegerischer Handlungsmöglichkeiten
- unterstützende Mitwirkung nichtexaminierter Pflegekräfte im Konzept der Palliativversorgung
- Schulung der Beobachtungskompetenz und die Weitergabe in das Team
- selbständige Durchführung konkreter palliativer Maßnahmen
- Umgang mit Anforderungen und Belastungen der Mitarbeiter*innen

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen
- sind sensibel für eine palliative Haltung
- kennen konkrete und praxisnahe Anwendungen pflegerischer Handlungsmöglichkeiten und können diese sicher einsetzen
- sind in der Lage, konstruktiv am Konzept der Palliativversorgung mitzuarbeiten
- entwickeln eine zielgerichtete Beobachtungskompetenz
- kennen Möglichkeiten, um mit Anforderungen und Belastungen adäquat umzugehen.



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