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Kursbereiche / Altenhilfe / Pflege / Versorgung
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"Lass dir helfen", sagte der Affe und setzte den Fisch sicher auf einen Baum.

In vielen Gesprächen in Pflege und Betreuung ist unsere Beratungs- und Problembearbeitungskompetenz gefordert. Wir möchten Bewohner*innen, Angehörigen, aber auch Kolleg*innen dabei helfen, Lösungen zu finden, die für die betroffene Person wirklich passen. Und dabei muss ein gut gemeinter Ratschlag für den Anderen noch lange nicht hilfreich und passend sein.
In diesem Seminar geht es darum zu lernen, wie professionelles Beraten und Problemlösen in Gesprächen gelingen können. Damit können wir auch in schwierigen Gesprächssituationen wie Konflikten mit dem/der Gesprächspartner*in in gutem Kontakt bleiben und zu einem tragfähigen Ergebnis kommen.

Inhaltliche Beschreibung:
- Kommunikation und Wahrnehmung
- "Beraten" und "Ratschläge geben" - Wo liegen die Unterschiede?
- Wie kann ich eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre aufbauen?
- Umgang mit der eigenen Ratlosigkeit in schwierigen Gesprächssituationen
- Umgang mit Abwehrverhalten des/der Gesprächspartner*in
- Typische "Konfliktfallen" erkennen und gegensteuern
- Möglichkeiten zur Deeskalation im Konflikt
- Mittel zur zielorientierten Gesprächssteuerung

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen entwickeln die Fähigkeit,
- Beratungsgespräche informativ und gleichzeitig wertschätzend zu gestalten
- Sicherheit in schwierigen Gesprächssituationen zu behalten.

Die Überwachung, Verabreichung und Unterstützung bei der medikamentösen Versorgung stellen wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben der Pflegekräfte dar. Dazu gehört ein entsprechendes pharmakologisches Grundlagenwissen, um Risiken und Probleme in der medikamentösen Therapie erkennen und abwenden zu können.
Ferner steht das Medikamentenmanagement seit Jahren im Fokus von MDK-Prüfungen. Zudem fordern die beiden Expertenstandards zum Schmerzmanagement von den Pflegekräften Kompetenzen zur medikamentösen Schmerztherapie.

Inhaltliche Beschreibung:
- Allgemeine Grundlagen der Wirkweisen und Indikationen von Medikamenten
- Aufnahme, Verstoffwechselung, Transport und Abbau von Medikamenten
- Stoffklassen und Darreichungsformen
- Umgang mit Neben- und Wechselwirkungen
- Überwachung der medikamentösen Therapie
- Anwendungsbeispiele häufiger Medikamente (Herz-Kreislauf-Medikamente, Psychopharmaka, Schmerzmedikamente, Abführmittel)
- Medikamente und PEG
- Anforderungen des MDK an das Medikamentenmanagement

Ziele der Fortbildung:
Dieses Seminar soll das Grundlagenwissen auffrischen und erweitern und einen Überblick über wichtige Medikamente und deren Darreichungsformen geben und damit die pflegerische Handlungskompetenz im Umgang mit Medikamenten stärken.

Die Versorgung von Menschen mit Demenz in ambulanten und stationären Einrichtungen stellt eine zunehmende Anforderung an die Teams. Verschiedenen Organisationen und Fachgesellschaften (MDS, Alzheimer Gesellschaft, DGN etc.) geben zahlreiche Empfehlungen für die Versorgung und Pflege von Personen mit Demenz. Nun hat das DNQP einen Nationalen Expertenstandard zur Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt und im Herbst 2018 vorgestellt. Hierin wird eine person-zentrierte Versorgung (gemäß dem Ansatz von Tom Kitwood) der Betroffenen gefordert. Gemäß dieses Ansatzes müssen die Teams zukünftig ihre Pflege und Versorgung von Personen mit Demenz an einer sogenannten "Verstehenshypothese" anlehnen. Diese wird im Rahmen von Fallbesprechungen (z.B. modifizierte STI-Methode) entworfen.
Zudem erweitert der Nationale Expertenstandard das sogenannte "herausfordernde Verhalten" um den Begriff der "Bindungsuche". Da viele Personen mit Demenz voll sind mit Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit, erscheint die "Bindungsuche" weniger als pathologisches Verhalten, sondern vielmehr als subjektiv sinnvolles Verhalten der Betroffenen mit Demenz.
Inhalte, Ableitungen, Assessments und Philosophie des Expertenstandards sollen in diesem Seminar vorgestellt und angewendet werden.

Inhaltliche Beschreibung:
- Rolle und Bedeutung der Expertenstandards
- Vorstellung der Prozessebenen und entsprechende Ableitungen für die Praxis
- Entwicklung einer person-zentrierten Haltung im Team
- Entwicklung einer Verstehenshypothese
- Diverse Angebote zur Beziehungsgestaltung
- Evaluation der Angebote an den Wohlbefindensäußerungen der Betroffenen
- Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige

Ziele der Fortbildung:
- Die Teilnehmer*innen kennen die Inhalte des Expertenstandards "Pflege von Menschen mit Demenz" und wissen ihn in der täglichen Praxis anzuwenden.
- Sie sind in der Lage, erste Schritte zur Implementierung des Standards in ihren Einrichtungen vorzunehmen.
- Sie kennen Assessments, die zur Entwicklung einer Verstehenshypothese eingesetzt werden können.

Insbesondere in der Pflege von Menschen mit fortgeschrittener Demenz kommt es immer wieder vor, dass die Betroffenen die Körperpflege ablehnen und abwehren. Hieraus entsteht für die Mitarbeiter*innen, aber auch für den Betroffenen, eine sehr stressbelastete Situation.
Ein personenzentriertes Verständnis im Sinne des Ansatzes von Tom Kitwood kann helfen, diese Situationen zu entschärfen. Hierbei geht es um ein ganz eigenes Pflegeverständnis, nämlich eines aus der Perspektive der Betroffenen.
Das Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) fordert, Gewaltprävention in der Pflege nachzuweisen. Dazu gehört die "Körperpflege ohne Kampf bei Menschen mit Demenz". Hierbei gilt es, typische Bedingungen und Abläufe von "Kampfszenen" darzustellen, aber auch alternative Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eben diese täglichen Kämpfe vermieden werden können.

Inhaltliche Beschreibung:
- Gründe für die Entstehung von "Kämpfen" mit zu Pflegenden
- Mythen der Körperpflege
- Rahmenbedingungen für eine Körperpflege ohne Kampf
- Pflege als Beziehungspflege
- Typische Situationen
- Personenorientierte Lösungen
- MDK-sicher dokumentieren

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen reflektieren Gründe für die Entstehung von Kampf bei der Körperpflege und lernen - im Sinne einer Gewaltprävention - Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten kennen, um Kämpfe zu vermeiden und personenorientierte Lösungen zu finden.

Die Möglichkeiten der heutigen Schmerztherapie müssen im Rahmen der palliativen Versorgung auch Menschen in Altenhilfeeinrichtungen zugute kommen.

Inhaltliche Beschreibung:
Zu einer angemessenen Pflege alter Menschen in den Einrichtungen der Altenhilfe gehört unabdingbar ein Basiswissen über palliative Versorgung. Die Schmerzanamnese und Schmerztherapie stellen dabei neben einer gezielten pflegerischen Intervention hohe Anforderungen an das Team. Eine strukturierte Beobachtung und Dokumentation tragen unterstützend zu einer fundierten Schmerztherapie bei. Diese Fortbildung sensibilisiert für das differenzierte Schmerzerleben alter Menschen, stellt verschiedene Schmerzassessmentinstrumente vor und zeigt einzelne Ansätze aus der palliativen Intervention auf. Exemplarisch für ein Schmerzmanagement in der stationären Altenpflege wird das Schmerzmanagements der Seniorenzentren der Arbeiterwohlfahrt Westliches Westfalen e. V. vorgestellt.

Ziele der Fortbildung:
Diese Fortbildung sensibilisiert für das differenzierte Schmerzerleben alter Menschen. Die Teilnehmer*innen sind in der Lage, eine korrekte Schmerzeinschätzung vorzunehmen und aus den Ergebnissen die notwendigen Maßnahmen abzuleiten.

Selbstverständlich muss die Palliative Care auch den Bereich der Nacht mit abdecken. Das bedeutet, dass entsprechende lindernde Maßnahmen (z.B. gegen Schmerzen oder Juckreiz) auch durch die Nachwache durchgeführt werden müssen. Zudem entsteht, insbesondere durch fehlende Ablenkung in der Nacht, ein erhöhter Rede- und Nähebedarf bei sterbenden Menschen.
Die Praxis zeigt aber auch, dass eine unzureichende Schmerztherapie gerade in der Nacht zu einer erhöhten Unruhe und sogenanntem "herausforderndem Verhalten" führen kann. Hier muss eine enge Zusammenarbeit zwischen Tag- und Nachtdienst eine entsprechende Medikamentenlücke abdecken helfen.
Hier vermittelt die Fortbildung den Teilnehmer*innen, wie sie erkennen können, ob möglicherweise Schmerzen Ursache für "herausfordernde Verhaltensweisen" bei Bewohner*innen mit Demenz sein können.

Inhaltliche Beschreibung:
Die Teilnehmer*innen befassen sich mit einem erweiterten Verständnis von Palliative Care und erkennen, dass Palliative Care wesentlich mehr ist als Schmerztherapie und Sterbebegleitung.
Die Fortbildung folgt der Logik des Nationalen Expertenstandards zum Schmerzmanagement in der Pflege (2011) und zeigt den Teilnehmer*innen auf, wie sie mit verschiedenen Instrumenten der Fremdbeobachtung von Schmerzen zu verfahren haben. Zudem vermittelt die Fortbildung das Konzept des "Total Pain" (Cicely Saunders), um deutlich zu machen, dass viele verschiedene Faktoren den Schmerz, das Schmerzerleben aber auch weitere belastende Symptome beeinflussen können.

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen,
- kennen ein erweitertes Palliativverständnis
- wissen um das Konzept des "Total Pain", das auf das Konzept der "Total Symptoms" erweitert werden kann
- können verschiedene lindernde Maßnahmen auf belastende Symptome anwenden
- können verschiedene Instrumente zur Erfassung und Dokumentation von Schmerzen einsetzen
- wissen um den Zusammenhang von herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz und möglichen belastenden Symptomen.

Methoden der Fortbildung:
Fachvortrag, Kleingruppenarbeit an Praxisbeispielen, Plenum

Palliative Care ist kein Expertenwissen, was nur den examinierten Fachkräften vorbehalten sein darf. Insbesondere nichtexaminierte Pflegekräfte leisten einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Palliativversorgung und Sterbebegleitung.

Inhaltliche Beschreibung:
- Sensibilisierung für eine palliative Haltung
- konkrete und praxisnahe Anwendungen pflegerischer Handlungsmöglichkeiten
- unterstützende Mitwirkung nichtexaminierter Pflegekräfte im Konzept der Palliativversorgung
- Schulung der Beobachtungskompetenz und die Weitergabe in das Team
- selbständige Durchführung konkreter palliativer Maßnahmen
- Umgang mit Anforderungen und Belastungen der Mitarbeiter*innen

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen
- sind sensibel für eine palliative Haltung
- kennen konkrete und praxisnahe Anwendungen pflegerischer Handlungsmöglichkeiten und können diese sicher einsetzen
- sind in der Lage, konstruktiv am Konzept der Palliativversorgung mitzuarbeiten
- entwickeln eine zielgerichtete Beobachtungskompetenz
- kennen Möglichkeiten, um mit Anforderungen und Belastungen adäquat umzugehen.

Die fachgerechte Pflegedokumentation ist für nichtexaminierte Pflegekräfte z. T. eine hohe Herausforderung, da diese nicht immer über eine entsprechende Ausbildung und Schulung verfügen.
Um diese Mitarbeiter*innen der Pflege zu unterstützen und um den Anforderungen der Aufsichtsbehörden gerecht zu werden, wird die Dozentin an Beispielen aus der Praxis die wesentlichen Grundlagen einer sachgerechten Pflegedokumentation mit den Teilnehmer*innen bearbeiten.

Inhaltliche Beschreibung:
- Die Bedeutung der Pflegedokumentation als Unterstützungsinstrument in der Pflege
- Aufgaben von nichtexaminierten Pflegkräften im Rahmen der Pflegedokumentation
- Aufbau der Dokumentation/ PDCA, Bedeutung der einzelnen Inhalte, besonders:
- Darstellung von Abweichungen
- Bericht als Maßstab für Evaluation
- Mitwirkung bei der Umsetzung der Expertenstandards
- Sicherstellung des Informationsflusses: zielgerichtete Kommunikation im Team
- Wichtige Beschreibungsbereiche

Ziele der Fortbildung:
Die Fortbildung befähigt die Teilnehmer*innen, die Pflegedokumentation im Rahmen ihres Aufgabenfeldes sicher durchzuführen.
Die Teilnehmer*innen tragen dazu bei, den Pflegeprozesses durch dessen Abbildung in der Pflegedokumentation zu verbessern und dadurch eine Qualitätssteigerung in der Pflege des Menschen zu gestalten.

Hinweis:
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen kopierten und anonymisierten Pflege- und Betreuungsbericht zur Fortbildung mitzubringen.

Die Wahrnehmungs- und Beobachtungsgabe einer Pflegekraft sind Grundvoraussetzung für die optimale Versorgung eines/r Pflegeempfänger*in. Sie läuft im Alltag einer Pflegekraft kontinuierlich und selbstverständlich ab und sollte als zielgerichteter Pflegeprozess verstanden werden.
Beobachtungen sollten von allen Pflegenden gleichermaßen für wichtig empfunden, zusammengetragen und weitergegeben werden und zu einer zeitnahen Anpassung oder Veränderung der Maßnahmen beim/bei der Pflegeempfänger*in führen.
Die Fähigkeiten für eine optimale Beobachtung und Wahrnehmung sollten regelmäßig geschult und aufgefrischt werden. Eine konstruktive Zusammenarbeit und Kommunikation im Pflegeteam der Stationen, im Haus (interdisziplinär) und mit den behandelnden Ärzt*innen ist eine gute Voraussetzung, um das Qualitätsmerkmal der Einrichtungen zu erhalten.
Regelmäßiger Austausch im Team, Weiterbildung der eigenen Fähigkeiten und Überprüfung aller Pflegekräfte durch vollexaminierte Kolleg*innen wird heute immer wichtiger. Zusammen sollte es möglich sein, eine optimale Handlungskette und Dokumentation für unsere Pflegeempfänger*innen zu optimieren.

Inhaltliche Beschreibung:
- Auffrischung der Grundlagen von Wahrnehmung und Beobachtung
- Gezielte Aufnahme und Weiterleitung von Beobachtungen
- Erarbeitung von Strategien um die Weitergabe von Informationen sicherzustellen
- Erkennen und Beschreiben von Beobachtungen mittels Assessmentinstrumenten oder Hilfsmitteln
- Vermeidung von Beobachtungsfehlern
- Verbesserung der internen Kommunikation
- Verantwortliche Überprüfung durch vollexaminiertes Personal
- Einleitung einer angemessenen Handlung
- Dokumentation

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen erlangen Sicherheit in Wahrnehmung und Beobachtung und der gezielten Weitergabe und Dokumentation von Informationen. Handlungsstrategien und Kommunikationswege im Team werden verbessert.



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