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Kursbereiche / Altenhilfe / Betreuung / Beschäftigung / Begleitung
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Dementiell veränderte Menschen stehen oft unter Dauerstress, sind unruhig, aufgeregt oder ängstlich. Sie drücken das Stresserleben in ihrer inneren Welt über ihren Körper aus - die Anspannung zeigt sich im erhöhten Muskeltonus, in fahrigen Gesten oder einer lauten Stimme.
Entspannungsangebote habe eine beruhigende, lockernde oder anregende Wirkung auf den ganzen Menschen. Sie verbessern die Lebensqualität und Kommunikation untereinander und tragen zum Wohlgefühl von Menschen mit Demenz bei.
Im Rahmen dieses zweitägigen Workshops vertiefen die Teilnehmer/innen verschiedene Entspannungstechniken im Umgang mit dementiell erkrankten Menschen. Vorgestellt werden Wohlfühlmassagen für Gesicht, Rücken, Arme und Hände mit und ohne Hilfsmittel. Hinzu kommen das Herstellen von Entspannungsölen und der Einsatz von biografischen Symbolen in der Entspannungsarbeit. Entspannungsgeschichten und Entspannungslieder ergänzen das Angebot. Bei allen Möglichkeiten geht es um "Entspannung im Augenblick", die in alltäglichen Situationen umgesetzt werden kann.

Ziele der Fortbildung:
- Kennenlernen von Stressoren und Stressverhalten von Menschen mit Demenz
- Ressourcenorientierte und typgerechte Entspannungsmöglichkeiten finden und einsetzen
- Kennenlernen von Wohlfühlmassagen, Entspannungsölen, biografischen Symbolen und Entspannungsliedern für Menschen mit Demenz.

Methoden der Fortbildung:
Theoretische Einführung, praktische Übungsphasen zum Einsatz von Wohlfühlmassagen mit und ohne Hilfsmittel, Kennenlernen von Entspannungsölen, Einsatz von biografischen Symbolen und Entspannungsliedern.

Die Teilnehmer/innen werden gebeten ein Handtuch, ein Badetuch und eine Decke mitzubringen.

Mitfühlende Berührung ist die ursprünglichste Art und Weise durch die wir unterstützend und beruhigend auf Menschen einwirken können - besonders dann, wenn diese über die verbale Ebene - wie z.B. bei demenziellen Veränderungen - nicht mehr gut zu erreichen sind. Mit den "Begleitenden Händen" - einer einfachen aber effektiven Form der Akupressur - können Mitarbeiter*innen aus Pflege und Betreuung bereits intuitiv eingesetzte Berührungen mit Hilfe des Erfahrungswissens der chinesischen Medizin präzisieren und so sanft Einfluss auf verschiedene, häufig auftretende Symptome nehmen.

Inhaltliche Beschreibung:
- Allgemeine theoretische Einführung in die Akupressur
- Praktische Einführung in das Konzept "Begleitende Hände"
- Punkte zur Symptomlinderung bei Angst, Unruhe, Schmerz, Kreislaufinstabilität, erschwerter Atmung, Obstipation/Diarrhoe
- Umsetzung und Integration in unterschiedliche Pflege- und Betreuungssituationen
Alle Behandlungen werden gegenseitig ausprobiert, so das deren wohltuende und Stress reduzierende Wirkung sofort am eigenen Leib erfahren werden kann.

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen lernen, bei der Arbeit mit alten, demenziell veränderten oder sterbenden Menschen kurze, erprobte Akupressurbehandlungen für häufig auftretende Symptome, sicher anzuwenden.

Methoden der Fortbildung:
Impulsvorträge, Demonstrationen, Selbsterfahrung, eigenes und gegenseitiges Behandeln, Erfahrungsaustausch

Hinweis:
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, Isomatte, Bettlaken, Decke, Kissen, bequeme Kleidung und dicke Socken mitzubringen.

In immer mehr Altenpflegeeinrichtungen spielt Naturerfahrung eine Rolle im Alltag der Bewohner*innen, sei es die Bewegung an frischer Luft, die Erinnerung an das Kartoffelfeuer oder die Aktivierung mit Gräsern, Blättern und Früchten in der Einzelbetreuung am Krankenbett.
Naturwahrnehmungen stimulieren die Sinne. Sie mobilisieren, aktivieren und orientieren dementiell veränderte Menschen. Das Naturerlebnis wird zu einem "Raum" für Erinnerungen, Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse und eröffnet Kommunikationsmöglichkeiten. Darüber hinaus fördert es Freude und Spaß, es hat eine anregende und wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele.

Inhaltliche Beschreibung:
Im Rahmen dieses Workshops werden den Teilnehmer*innen Ideen, Tipps und Anregungen für Beschäftigungsangebote mit Naturmaterialien im Herbst vermittelt.

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen erweitern ihr Repertoire an Beschäftigungs- und Aktivierungsmöglichkeiten im Sinne von Naturerlebnissen.

Methoden:
Theoretische Einführung, praktische Übungsphasen zur Sinneswahrnehmung und Gestaltung mit Naturmaterialien, Naturerfahrungen als Kommunikationsanlass, Erfahrungsaustausch

Hinweis:
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, wetterfeste Kleidung, einen Fotoapparat bzw. Handy mit Fotofunktion und einen Beutel für Naturmaterialien mitzubringen.

Anmeldung möglich 19AB2-1330: Umgang mit herausforderndem Verhalten und Deeskalation

Di. 26.11.2019 (09:00 - 16:00 Uhr) - Mi. 27.11.2019

Empathie ist die Fähigkeit, eigene Gefühle und Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen. In der Begegnung mit Menschen und vor allem mit Menschen mit einer demenziellen Krankheit ist diese Fähigkeit eine Grundlage der Kommunikation.

Inhaltliche Beschreibung:
- Krankheitsbild Demenz
- Kommunikationswege mit dementiell veränderten Menschen
- Wertschätzende Begegnungen
- Was bedeutet "herausforderndes Verhalten"?
- Möglichkeiten der Deeskalation
- Fallbesprechungen

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen erweitern ihr Wissen über das Krankheitsbild Demenz. Sie lernen Grundlagen der empathischen Kommunikation und Möglichkeiten der Deeskalation bei herausforderndem Verhalten kennen.

Frau Müller ist friedlich in ihrem Sessel eingeschlafen. "Sie hat doch noch beim Frühstück neben mir gesessen!" weint ihre Mitbewohnerin Frau Schmidt. Eine andere Mitbewohnerin faltet ihre Hände und Herr Meyer erzählt von der Beerdigung seiner Mutter, die eine "schöne Leich'" war... Mitten drin sitzt die Betreuungskraft Frau Allesgut, innerlich angespannt und bemüht, die Situation in den Griff zu bekommen.
Tod und Sterben sind in der Gesellschaft Tabuthemen - sie gehören jedoch zum Alltag im Leben alter Menschen, in Altenpflegeeinrichtungen und in der Arbeit von Pflegediensten. Je älter ein Mensch wird, um so bewusster wird das herannahende Lebensende. Menschen ziehen Bilanz, erinnern sich an Verlusterfahrungen oder beschäftigen sich mit dem Tod und was danach (vielleicht) kommt. Sie brauchen einfühlsame Zuhörer*innen und Raum für eigene "Lebensendthemen".

Inhalte der Fortbildung:
- Wie reagieren Menschen auf die Themen Sterben und Tod?
- Wie können Sterbende, Bewohner*innen und Angehörige begleitet werden (Gespräche, Gesten, Haltung)?
- Symbole und Rituale, die das Sterben, den Tod und die Erinnerung begleiten
- Eigener Umgang mit dem Thema, Psychohygiene

Ziele der Fortbildung:
- Tod und Sterben als Kommunikationsanlässe nutzen
- Auseinandersetzung mit Vorstellungen über das Sterben, den Tod und das Leben
- Kennenlernen von Symbolen am Lebensende
- Gestalten von Erinnerungsritualen

Methoden der Fortbildung:
Theoretische Einführung, praktische Übungsphasen zum Einsatz von Symbolen, Ritualen und Kommunikationsübungen

Während noch vor 15 Jahren die Aufgabe der Mitarbeiter*innen der sozialen Betreuung in der stationären Altenpflege darin bestand, für kulturelle und beschäftigende Angebote zu sorgen und hierbei vor allem ressourcenstarke, rüstige Senior*innen als Zielgruppe anzusprechen, zeigen sich in den letzten Jahren starke Veränderungen und Anforderungen an dieses Handlungsfeld. Durchschnittlich 60-80 % aller Bewohner*innen eines Heims sind an Demenz erkrankt, fast jede/r leidet an multimorbiden Zuständen. In vielen Fällen kann der/die Betroffene aufgrund stark reduzierter Ressourcen nicht mehr an Gruppenangeboten teilnehmen und bedarf hier einer Kleingruppen- oder Einzelbetreuung. Ähnliche Probleme zeigen sich im Bereich der Bettlägerigen.
Auch die Anforderungen, die der MDK an die Berufsgruppe der sozialen Betreuung stellt, haben sich verändert. Angebote sollen zielgruppenspezifisch, an die individuelle Bedürfnis- und Problemsituation der Betroffenen angepasst sein. Hierbei werden die gleichen Anforderungen an die Planung, Organisation, Durchführung und Auswertung der sozialen Angebote gestellt, wie sie sich in der Pflege finden: Kein Angebot ist zufällig, sondern folgt den Regeln und Prozessschritten der Pflegeprozessplanung, findet geplant, zielgerichtet, strukturiert und bewertet statt.
Das Seminar will hier die Entwicklung von Kernkompetenzen ermöglichen, indem die Grundlagen der Betreuungsprozessplanung vermittelt und kleine Übungsschritte vorgenommen werden.

Inhaltliche Beschreibung:
- Anforderungen durch den MDK
- Der Regelkreis einer professionellen Planung und -dokumentation
- Besondere Schwerpunkte der sozialen Betreuung
- Anforderungen bei spez. Zielgruppen (Menschen mit Demenz, Bettlägerigkeit, in der Palliativsituation)
- Gruppenangebote - Einzelangebote: Wann ist was sinnvoll?
- Vernetzung sozialer Angebote zwischen Pflege, Sozialem Dienst und Betreuungskräften nach § 43b SGB XI (Zuständigkeiten, Aufgaben)
- Die Fallbesprechung als geeignete Methode zur kollektiven Planung und Auswertung
- Anforderungen in den einzelnen Schritten der Prozessplanung: Übungen
- Spezifische Anforderungen im Betreuungsbericht: Formulierungsübungen

Ziele der Fortbildung:
Die Teilnehmer*innen:
- kennen die Anforderungen, die an eine professionelle Betreuungsplanung gestellt werden
- kennen die Anforderungen an die einzelnen Prozessschritte, die für eine individuelle, bewohnerorientierte Betreuungsplanung erforderlich sind
- nehmen erste Reflexionen anhand eigener mitgebrachter Planungen und Dokumentationen vor und üben in kleinen Anwendungen
- erkennen ihre vorhandenen Kompetenzen und können Optimierungshandlungen planen.



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